Kommentar zum bevorstehenden Urteil des BGH in Sachen Auskunftsverweigerung


Ehemaliges Erbgroßherzogliches Palais, heute Hauptgebäude des BGH, Karlsruhe

Zweierlei Mass im Familien- und Strafrecht ist am BGH Karlsruhe keine Seltenheit. Der BGH gewährleistet Kuckucksmüttern defacto Immunität – © Foto under CC3.0 von ComQuad

Der Bundesgerichtshof ist also aufgerufen, die vorangegangenen Urteile von Amtsgericht und Oberlandesgericht in Revision zu verhandeln. Und es wird wirklich höchste Zeit, dass die Auskunftsfrage endlich eindeutig geklärt wird. Aus Sicht der Kuckuckskinder, wie der betrogenen Väter, kann es nur eine Bestätigung der Verurteilung zur Auskunft geben. In meinem Fall wurde das Schweigen der Kindesmutter mit einem Vergleich „belohnt“, den ich nur deshalb eingegangen bin, weil mir schlicht und einfach die Kraft, der Mut und das Geld gefehlt haben, den langen Weg durch die Instanzen mit all ihren Fallstricken und ungewissen Ausgängen zu gehen. Ich vermute, dass ich da nicht alleine stehe. Auch das geringe Vertrauen in unsere Rechtssprechung tut hier oft ein Übriges. Ein Urteil, das die Kuckucksmütter zur Auskunft verurteilt bzw. im Umkehrschluss den Vätern oder in vielen Fällen auch den Kindern ein Auskunftsrecht zuspricht, wäre ein eminent wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Allerdings ist der Weg hier noch lange nicht zu Ende, denn die eigentliche Urheberin des Ganzen wird immer noch aus der Sache herausgehalten. Der Dumme ist dann halt der leibliche Vater, der für die Regressansprüche des Scheinvaters aufkommen muss. Wenn er selber mitbetrogen hat, fair enough. Wenn auch er belogen wurde, ist auch das nicht wirklich gerecht! Der Regressanspruch muss endlich gegen die unterschiebende Mutter gerichtet werden können. Jeder Kleinganove muss für seine Missetaten geradestehen, unterschiebende Mütter, die mit ihrem Betrug für z.T. erheblichen finanziellen Schaden sorgen – ganz zu schweigen von den seelischen Schäden –  werden lediglich als Zeugen geladen…Also, runter mit der Augenbinde, Justitia! Und noch ein großes schweres Gewicht auf die Waagschale aller Kuckuckskinder und -väter!

Hier geht es zum Artikel Auskunftsverweigerung – Kuckucksmutter geht nun vor den Bundesgerichtshof

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Über Marcus Spicker

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Eine Antwort zu Kommentar zum bevorstehenden Urteil des BGH in Sachen Auskunftsverweigerung

  1. Noch vor Jahrzehnten drängten wir Frauen den Mann dazu, doch entlich zuzugeben, dass er der Vater sei! Nur so konnten Frauen hoffen, dass die Zukunft des Kindes einigermaßen gesichert sein würde.

    Es war bis vor wenigen Jahrzenten überaus problematisch für eine Frau einen sog. „Bastard“ allein großzuziehen und als Mutter eines unehelichen Kindes in der Gesellschaft einen akzeptablen Platz zu finden.

    Es ist heute noch überaus schwierig für eine alleinereziehende Mutter ein oder mehrere Kinder allein großzuziehen.

    Doch Heute, wo wir mit fast 100 % iger Sicherheit Vaterschaft sehr früh nachweisen könn(t)en, ziehen Frauen sich davon zurück, dem Vater seine Vaterschaft sofort und eindeutig mitzuteilen. Warum?

    Die Vorteile der nachgewiesenen Vaterschaft für das Kind müssen mit den möglicherweise auftretenden möglicherweise auch nur subjektiv empfundenen Nachteile der Frau und Mutter abgewogen werden. Sie müssen auch im Hinblick auf die die möglicherweise auftretenden und möglicherweise auch nur subjektiv empfundenden Nachteile des Mannes und Vater abgewogen werden. Diese Diskussion müssen wir insbesondere im Interesse der Kinder endlich und ausgiebig aufnehmen. Sie ist nachhaltig und zukunftsweisend.

    Ich habe mal gelernt, den Schwächeren zu schützen.
    Hier sind doch wohl KINDER die Schwächeren.

    Ich lege mein Veto im Namen der Kinder ein. Sie haben keine Ahnung von Debatten über Abtreibung, Vaterschaft, Kuckuckskinder und dgl. mehr. Obwohl es sie maßgeblich und manchmal lebensbedrohlich betrifft, haben sie nur eine schwache Lobby.

    Dabei sind Kinder ZUKUNFT!

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