Steve Jobs lernte seinen leiblichen Vater nie kennen


Steve Jobs auf der 2010 Worldwide Developers Conference

Steve Jobs lernte seinen Vater nie kennen – © Foto: Matt Yohe

Ein Blick in die Biographie des verstorbenen Apple-Chefs Steve Jobs zeigt, dass er, der nach seiner Geburt zur Adoption freigegeben wurde und erst mit 27 Jahren von der Existenz seiner leiblichen Eltern und seiner Schwester erfuhr, ein Leben lang davon beeinflusst war. Ähnlich wie ein Kuckuckskind

lebte er seine gesamte Kindheit und Jugend in dem Glauben, dass seine Adoptiveltern eben seine richtigen Eltern waren. Diesen für einen jungen Menschen größtmöglichen Kontrollverlust schien er Zeitlebens kompensieren zu wollen. Zudem war er irgendwie stets bestrebt allen zu zeigen, dass er „wer“ ist. Zunächst unbewusst, weil ungewusst, später sicherlich bewusster. Der im Magazin Esquire erschienene Artikel „Steve Jobs and the Portal to the Invisible“ beleuchtet sehr tiefgehend neben seiner beruflichen Karriere auch diesen psychologischen Aspekt, der sehr viele Parallelen zu Kuckuckskindern aufweist. Dass er ein Problem mit seinem leiblichen Vater hatte – der im übrigen erst vor wenigen Jahren davon erfuhr, dass er der Vater dieses Genies ist – zeigt die sture Weigerung mit der er sämtliche Kontaktversuche seitens seines Vaters ignorierte. Auch die Tatsache, dass er sich lange weigerte seine erste Tochter anzuerkennen, stieß bei seinen engsten Vertrauten auf Unverständnis. Aus Gründen, die nie ganz geklärt werden konnten, bestritt S. J. jahrelang, der Vater zu sein… Ungläubig sah (sein guter Freund) Dan Kottke dem Geschehen zu. In all den Jahren hatte er sich von Steve so viele schmerzerfüllte Tiraden und Verzweiflungsausbrüche darüber, dass er von seinen Eltern verlassen worden war, angehört. Und jetzt war Jobs bereit, ein weiteres vaterloses Kind in die Welt zu setzen? Für Dan ergab das einfach keinen Sinn. Die Freundschaft der beiden kühlte ab.“ (aus Young/Simon: Steve Jobs und die Geschichte eines außergewöhnlichen Unternehmers,  Frankfurt 2006)


Weitere interessante Fakten zu seinem Leben findet man auch hier

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8 Antworten zu Steve Jobs lernte seinen leiblichen Vater nie kennen

  1. Pingback: Ich wurde zur Adoption freigegeben – von Dietmar aus Magdeburg – Geschichten aus den Kommentaren | kuckucksvater

  2. Dietmar Pobitschka schreibt:

    Es ist schom sehr schwer das ers sowas gibt.
    Ich heiße Dietmar und bin 1964 in Berlin geboren.Ich wurde dann auch zua Adoption frei gegeben,aus Gründen die mir nie gesagt worden sind.Bei mir ging es in der 4.Klasse dann richtig zur Sache. Ich wurde von meinen Mitschülern so richtig gehänselt und Beschimpft wie zum beispiel HEIMKIND und dich haben sie doch beim Betten machen gefunden,du bist ein nichts.Das war auch sehr schwer für mich.
    Ich hatte damals aber schon einen richtigen Freund der auf meiner Seite stand und ich glaube der hat mir sehr geholfen damit ich das alles überstehe.Wir haben heute noch guten kontakt obwol er in Berlin wohnt.
    Mein ganzes tun um meine Mutter zu finden ergaben leider nicht den richtigen erfolg.
    Ich bin 1964 in Berlin geb.Meine Mutter heißt Karin Hellena Lenk und ich soll auch noch eine Schwester haben die ein paar Jahre älter sein soll.
    Ich wende mich nun an sie und hoffe das sie mir weiter helfen können ?????
    Ich lebe jetzt in Magdeburg. danke schon mal im voraus !!!!!!
    Bis dann Ihr Dietmar

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Hallo Dietmar,
      vielen Dank für Deinen Kommentar bei uns im Blog. Wie auch die Kuckuckskinder nach ihren Wurzeln suchen, suchst Du nach den Deinigen. Das kann ich verstehen. Es gibt das Einwohnermeldeamt, Detektive aber auch verschiedene Fernsehformate, die einem bei der Recherche helfen. Hast Du den Namen Deines Vaters ebenfalls? Warst Du in Ost oder Westberlin geboren? Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Suche. Falls jemand, der das hier ließt, diese Frau kennt, bitte hinterlaßt eine Nachricht für Dietmar und helft ihm so dabei, seine Mutter zu finden. Auch tipps, wie er am besten seine Suche fortsetzen sollte, sind willkommen.
      Alles Gute
      Max

      • charlotte schreibt:

        bravo max weiter so schliess mich diesem aufruf an… leider kann ich nix tun… ausser dieser name fältt mir in österreich auf… werd mal bisserl telefonbücher und so anschauen lg charlotte hab ja gesagt die leute hier sind fit im kopf die finden hilfe und wissen wo man ansetzen muss

    • charlotte schreibt:

      mein lieber dietmar zuerst herzlich willkommen bei uns… auch wenn der grund ein trauriger ist du bist willkommen
      meine güte der mensch ist doch das grausamste lebewesen das es gibt.. sowas zu einem kind zu sagen… . aber da sagt man halt immer sind halt kinder aber diese kinder hören das von erwachsenen und das ist das schlimme kinder erfinden sowas nicht das sind sätze die sie in unterhaltungen von erwachsenen aufgeschnappt haben und wiedergeben…. also pfui zu solche menschen die solche aussagen tätigen…
      tja leider bin ich ja aus österreich und kann dir bei deiner suche nicht wirklich helfen.. aber du bist hier richtig da sind absolut schlaue leute unterwegs die können dir helfen da bin ich sicher…. vorallem sind sie aus deutschland somit schon 1 pluspunkt
      also kopf hoch diese truppe hier ist fit im kopf und wird dir helfen da bin ich voll zuversicht lg charlotte

    • evakuckuckstochter schreibt:

      Hallo Dietmar,

      falls du hier noch nicht gesucht hast. Da kommen ein paar Ergebnisse, wenn man Karin Lenk eingibt…

      http://www.123people.de

      Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Suche!

  3. doncarlos schreibt:

    die geschichte sollte schon komplett sein : der syrisch-stämmige dr. der politologie Abdul Fattah „John“ Jandali ist der leibliche vater von steve jobs
    der vater von steve’s mutter war gegen eine heirat und zwang sie, steve zur adoption freizugeben
    KURZ NACH DER ADOPTION STARB ER !!!!
    aber da war es wohl gemäß US amerikanischem „rechts“system zu spät …

  4. Immo Lünzer schreibt:

    Ja, es ist schon besonders erstaunlich, dass steve jobs zunächst bewirkte, dass seine Tochter ‚vaterlos‘ aufwuchs, obwohl er selbst so sehr darunter gelitten hatte, dass er erst so spät über seinen biologischen Vater aufgeklärt wurde.
    Und noch erstaunlicher ist, dass er dann seinen ‚echten‘ Vater nicht kennen lernen wollte.
    Das Ganze scheint ein spezielles Trauma gewesen zu sein.
    Es zeigt aber auch, wie wichtig es ist, dass das Kind bei Zeiten weiß, wer die echten Eltern sind.
    Und es wird auch deutlich, wie viel Kuckucks- und Adoptivkinder gemeinsam haben.

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