Wer schützt eigentlich das noch ungeborene Kuckuckskind?


Süddeutsche zum Frühstück

Süddeutsche Zeitung zum Frühstück – Foto: me_maya

In einem aktuellen Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 09.08.2011 bearbeitet die Autorin die Konsequenzen des Gendiagnostikgesetzes.

Ihr Ansatz ist äußerst fragwürdig, denn sie beschreibt nur die  Sicht werdender Mütter, die unsicher sind, wer der Vater des Kindes ist und lieber ein Kind abtreiben lassen wollen, als sich ihrer Verantwortung zu stellen. Und somit befürchtet sie, dass die Unsicherheit zu mehr Abtreibungen führen würde. Der überwiegende Teil der Mütter, die sich sehr wohl auch danach für das Leben entscheiden und lediglich die Situation klären wollen, bleibt für die Autorin unentdeckt.
Weder vom Recht des Kindes auf Leben, noch vom Recht des Vaters auf das Wissen um seine Vaterschaft, welches durch das Gendiagnostikgesetz ebenso begrenzt wird, ist hier die Rede. Gleichberechtigung an dieser Stelle immer noch Fehlanzeige.
Qualitativer Journalismus bietet mehr.

Wenn wir etwas besitzen, dann ist es unser Leben. Das Leben des Kindes gehört ihm selbst und keinem anderem, dieses gilt es zu schützen. Wenn es sein muss, vor der eigenen Mutter…

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Über Marcus Spicker

Bio-Vater, sozialer Vater und Kuckucksvater, Allgäuer, Blogger http://www.kuckucksvater.wordpress.com Fußball, Politik, Bildung
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2 Antworten zu Wer schützt eigentlich das noch ungeborene Kuckuckskind?

  1. Marcus Spicker schreibt:

    Meines Erachtens ist der Tenor des Artikels der, dass die Autorin der Mehrheit der werdenden Mütter unterstellt aufgrund ihrer Unsicherheit gehäuft abtreiben zu wollen und macht dafür das Gendiagnostikgesetz verantwortlich. Die Mütter, die nur wissen wollen mit welchem Mann sie reden müssen und das Kind auf jeden Fall zur Welt bringen möchten, spielen doch nur eine Nebenrolle. Und die Rechte der Kinder und Väter, die von dem Gesetz viel einschneidender betroffen sind, bleiben komplett außen vor. Zudem hat der richtige Vater gar keine Möglichkeit über einen für sein Kind durchaus risikoreichen pränatalen Eingriff mit zu entscheiden, geschweige denn ob das Kind geboren wird oder nicht. Wer Vätern und Kindern die Zustimmung der Mütter zu einem Vaterschaftstest aufnötigt, kann auch keine Alleingänge werdender Mütter erlauben. Das würde das Ungleichgewicht der derzeitigen Gesetzeslage ja noch weiter verschlimmern. Und eine Frage bleibt ohnehin offen, auch wenn die Mütter die Vaterschaft für sich pränatal klären könnten: Wie viele würden trotzdem versuchen, das Kind dem Wunschpartner unterzuschieben ? Die einzig wahre Möglichkeit, die risikolos, fair und auch kostengünstig wäre, ist ein obligatorisches Abstammungsgutachten nach Geburt.

  2. anniefee schreibt:

    „Der überwiegende Teil der Mütter, die sich sehr wohl auch danach für das Leben entscheiden und lediglich die Situation klären wollen,“
    –> Was ist denn in deinem Text mit „danach“ gemeint ? In dem Zeitungsartikel steht doch mehrfach, dass die meisten Schwangeren „nur wissen wollen, mit welchem Mann sie reden müssen“. Und das wäre doch vielleicht sinnvoll, wenn nicht der Nicht-Erzeuger an einer Schwangerschaft großen Anteil nimmt, die er vielleicht weder gewollt noch in Gang gesetzt hat ?

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