Kuckucksmutter wider Willen – Teil 1


Artikelserie "Kuckucksmutter wider Willen"

Kuckucksmutter wider Willen – von Hannah Meyer

Autorin: Hannah Meyer*

Ein wahres Märchen … hoffentlich mit Happy End für Louis*

Zuvor möchte ich die Personen kurz vorstellen
Nesthäkchen Louis*: freche 7 Jahre alt … ein Sonnenschein der die Familie abrundet
Liza*: die Prinzessin im tollen Alter von 14 Jahren
Jerome*: sportbegeisterter Prinz fast 18 jähriger junger Mann
Bela*: der vermutliche soziale Vater von Louis
Torben*: der vermutliche biologische Vater von Louis
und meine Wenigkeit

… eines Tages nach der Trennung von meinem Ex-Ehemann der gleichzeitig der Vater von Liza und Jerome ist, begegnete ich Bela, dem vermutlichem sozialen und nicht biologischem Vater meines

Nesthäkchen. Ausgehungert und voller Tatendrang eine neue zwischenmenschliche Beziehung zu erleben begann ein neuerLebensabschnitt für die großen Kids und mich.

Bela versprach mit seinem Wesen … seiner Präsenz und seinem Auftritt die Liebe des Lebens zu sein, ich erblindete und mein Fokus war gerichtet die Augen zu schließen *naiv naiv* Sein erzähltes Schicksal erweckte in mir nur noch mehr Zustimmung den richtigen Weg zu gehen. Alles was dieser Mann mir verkauft hat, war gelogen. Sein Beruf (nein, er war nicht selbstständig, es sei denn, es gilt als Selbstständigkeit, wenn man auf eigenen Füssen aus dem Gefängnis entlassen wird. Seine verstorbene Lebensgefährtin samt verunglückten Kindern (die Frau lebt *Gott sei Dank* und auch die Kinder, welche gar nicht seine eigenen Kinder sind). Nach einiger Zeit stellt sich heraus, das Bela zwei Kinder hat, von verschiedenen Müttern … zudem er nur zu einem Kind (der älteste Sohn) Kontakt pflegt. Bela faszinierte mich so sehr, dass ich kurze Zeit nach dem Kennen und Liebenlernen aus dem Ruhrpott in den Hohen Norden – Nahe bei Hamburg – samt Kids gezogen bin. Wir lebten unsere Liebe und suchten unsere Grenzen in der Sexualität. In der Experimentierphase, ich mag das mal positiv so darstellen, lebten wir mitunter kurzweilig eine Dreierdauerbeziehung, sprich ich und 2 Männer; Bela, Torben und ich. So findet Torben (der vermutliche leibliche Vater von Louis) seinen Platz in diesem wahren Märchen.

Wenige Wochen, nachdem ich mein altes Leben gegen mein neues getauscht habe, stellte ich fest, dass der Mann, den ich so sehr liebte, mich mit seiner Identität komplett belogen hatte … aber ich war bereit all das zu verzeihen und war fortan dem Glauben unterlegen das dieser Mann an meiner Seite ein besserer Mensch werden würde. Ich hatte so viel Kraft mit im Gepäck, sodass ich begann, entgegen meiner Überzeugung ein Wunder zu vollbringen – so glaubte ich.

Ich erfuhr von meiner Schwangerschaft. Mitten in einer Zeit, in der mich viele Ängste, durch das gefallene Lügengebilde, welches Bela aufgebaut hatte, begleiteten. Die Tatsache, das Torben der mögliche leibliche Vater sein könnte, war in meinem Kopf nicht abrufbar, viel zu sehr war ich beschäftigt damit, meine familie neu zu strukturieren und zusammenzuhalten. Immerzu veränderte sich die Realität mit neuen aufgedeckten Lügen.
Trotzdem, mit einer Menge falschem Stolz, hielt ich an der Beziehung zu Bela fest. Belas ältester Sohn, 15 jahre alt zog zu uns. Als ich erschöpft den Endspurt der Schwangerschaft erreichte, es war Anfang des 7 Monats, musste ich die schlimmste Erfahrung in meinem Leben sammeln. Ich entdeckte das Belas Sohn meine Tochter sexuell missbraucht. Liza war zu dem Zeitpunkt 7 fast 8 Jahre alt.

Ich tat, das, was eine Mutter tun muss. Kämpfen, wie eine Löwin, um das Leben ihrer Kinder und rettete meine Tochter aus dieser Situation. Gott sein dank, habe ich von dem Täter abgelassen, als ich versuchte ihn zu erwürgen. Meine Tochter und ich begaben uns in Therapie und zeigten geschehenes an. Mit der Zeit kamen wir wieder auf unserem gefestigten Fundament an. Mich als Person gab es nicht mehr. Ich bin in eine Art Ohnmacht gefallen. Fühlte mich außer als funktionierende Mutter handlungsunfähig und versuchte zu retten was noch zu retten ist.

Aber da war doch noch was?!! Ja, ich war schwanger … und dieses kleine wundervolle Wesen hat beschlossen bei dem turbulenten Leben außerhalb des Bauches einfach mal mitzumischen. Louis erblickte das Licht des Lebens fast 5 Wochen zu früh. Ich habe das Kind zwischen Tür und Angel entbunden und, da ich das Glück hatte und der Sonnenschein gesund und munter war, konnte ich wie geplant ambulant entbinden. Alles andere wäre auch gar nicht möglich gewesen, denn meine Präsenz in der Familie war unabdingbar. Ich musste meine Tochter begleiten, egal was es an Lebenskraft kostete und so kamen wir alle langsam aber sicher wieder im normalen Wahnsinn an.

Meine ersten Gedanken, dass Bela nicht der einzige Mann war, der der mögliche Vater von Louis sein könnte, keimten. So machte ich mich gedanklich auf den Weg nach Recklinghausen und telefonierte mit Torben und teilte ihm mit, dass ich ein Kind geboren habe, welches seins sein könnte.

Torben war damals mit sich selbst, mit unserer Trennung der Dreierbeziehung und seiner Krebserkrankung beschäftigt und ich war in meiner Ohnmacht so sehr gefangen, dass ich daran arbeitete die Familie zusammen zu kleben. Der Anfangsgedanke … der frische kleine Keim erstickte in mir und Bela erkannte die Vaterschaft an.

Louis war nur wenige Monate alt und offensichtlich hatte Bela nun Zweifel, ob er der Vater des Sonnenscheines war. Ich besorgte verschiedene Vaterschaftsteste und bot ihm an, jenes zu testen. Bela schmiss mir diese Teste vor die Füsse und schrie mich an : „Ich bin der vater des kindes und werde es bleiben!“ Kurze Zeit später trennte ich mich von Bela. Die Situation der ganzen aufgedeckten Lügen und der sexuelle Missbrauch meiner Tochter durch seinen Sohn, hat es unmöglich gemacht eine bBeziehung zu führen und ich war gottfroh wieder ins Leben zu finden.

Bela terrorisierte mich, versuchte mich mit Suizidversuchen, Erpressungen und Morddrohungen zu ängstigen. Ich konnte zumindest meine Kinder vor dem Wissen um diese Situation schützen. Dann passierte es, dass ihn seine Vergangenheit wieder einholte und er wieder ins Gefängnis mußte.

Für die Kinder und mich begann wieder das gesunde Leben. Trotz alldem habe ich den Kontakt zu Bela zugelassen und wir haben in der Zeit, als er Freigänger im Gefängnis war, versucht, eine Besuchsbasis zu Louis zu ermöglichen. Mit der Zeit der vergangenen Jahre, ist von einem anfänglichen stundenweisen Sehen des Kindes im betreutem Bereich ein fast regelmässiger Besuchskontakt entstanden. Louis ist völlig unbefangen und darf auch mit seinem vermutlich nur sozialem Vater und dessen neuen Frau in den Urlaub fahren.

So sind wir in der Gegenwart angekommen: die Kinder, sowohl Liza und Jerome, als auch Louis haben alle einen guten und auch gewünschten kontakt zu beiden Vätern. Ich habe seit nun etwas mehr als zwei Jahren eine stabile Beziehung, die die mich zur Ruhe kommen lässt und mit den Kindern eine wunderbare Familie ergibt. Aus diesem sicheren Hafen habe ich nun die Kraft gesammelt, um in meinem Leben aufzuräumen. Ich habe mit Menschen aus der Vergangenheit kommuniziert, zwischenmenschliche Beziehungen beendet, manche vertiefert, Altlasten aufgearbeitet und da erwachte in mir wieder dieser Keim.

„Wer ist denn nun der Vater meines Kindes ???!“

Also machte ich mich auf den Weg. Saß stundenlang mit meinem Partner in der Küche, erzählte von meinem Anfangsverdacht, verglich mit ihm Fotos, schrieb Torben von meinem Verdacht, schickte ihm Fotos von dem kleinen Mann und bat um die Einwilligung zum Vaterschaftstest. Der erste Versuch verlief im Sande. Nicht entmutigt plante ich ein persönliches Aufeinandertreffen. Letztendlich fuhren wir an einem Wochenende, vor nicht all zu langer Zeit in den Ruhrpott.

Mein Freund ist auf meinen Wunsch hin, in den Laden von Torben gegangen und hat den Mann betrachtet, von dem ich glaube, dass er der biologische Vater meines Kindes ist. Ich brauchte seine Reaktion, um Mut zu fassen, es ihm gleich zu tun. Als mein Freund nach geraumer Zeit wieder Platz neben mir im Auto nahm, sagte er nur „du brauchst den Test nicht, um sSicherheit zu sein. Ich bin gerade Louis in gross begegnet.“ So nahm ich meinen Mut zusammen und rief Torben an und fragte, ob wir uns auf eine kurze Zigarette vor dem laden treffen könnten. Völlig überrascht, dass ich in der Nähe sein würde, stimmte er einem Treffen in ein paar Stunden zu.

So verbrachten Torben und ich eine gute Stunde in einem Café. Er lies sich Bilder von Louis zeigen, stellte mir fragen, weshalb ich jetzt nach 7 Jahren mit dieser Geschichte komme? Ob ich dem vermutlich sozialem Vater das Kind entziehen will? Ob ich finanzielle Aspekte anstrebe? Weshalb ich das Leben des Kindes jetzt umkrempeln will? Ein paar Gesprächsfetzen: beide sind wir zerrissen von all dem was da auf uns alle zukommt … er will das Ergebnis des Testes, wenn er ihn machen würde, nicht wissen wollen … er braucht Zeit … wenn er wissen würde, dass es sein Fleisch und Blut ist, dann würde er das Kind sehen und erleben wollen und genau deshalb will er das Ergebnis nicht wissen … er sieht keine Ähnlichkeiten … weshalb nur kommst du mit solchen Problemen, es wäre doch viel angenehmer, jetzt an alte Zeiten anzuknüpfen und sich einfach nur körperlich zu lieben … wieso bist du damals von hier weggegangen … das Kind hat einen Vater der sich kümmert, weshalb das Kind verunsichern und aus seinem Umfeld reißen …

Am Ende des Gespräches, bei der Verabschiedung, hat er mich in den Arm genommen und mir beim loslassen zwei vorbereitete in Folie eingepackte Wattestäbchen in die Hand gedrückt und gesagt: „Halte mich daraus. Ich will das Ergebnis nicht wissen. Benutze nicht meinen Namen bei dem Test.“ und ist dann, so habe ich es wahrgenommen, völlig zerrissen und gestikulierend von mir gegangen.

Seitdem sind 8 Tage vergangen. Ich habe das Rätsels Lösung, sprich seine Speichelprobe in der Hand aber ohne eine offizielle Zustimmung komme ich nicht weit. Was sollen mir die Worte aus dem Gespräch mitgeben? Welche Info ist real? Absolute Ablehnung, bis hin zu, „Ich würde das Kind sehen wollen.“??!!

Ich möchte bzw. will und muss die biologische Vaterschaft meines Kindes klären. Dieser bezaubernde junge Mann hat ein Recht auf seine Wurzeln!!! Gerade jetzt, in diesem zarten Alter von 7 Jahren und ein paar zerquetschten Monaten stellt er fragen. Entdeckt die Welt mit offenen Augen. Hinterfragt er, wie funktioniert dies und das. Ich empfinde es, als genau die richtige Zeit, dem Sonnenschein anhand eines tollen Buches und guten Begleitung, die Entstehung des Menschen bildlich und in einer kindlichen Geschichte zu vermitteln. Und während dessen ich ihm von Samenfäden, die das Ei befruchten und den menschlichen Beziehungen erzähle, ist das Thema doch gut einzubinden. Von Vätern und Vätern, denn Louis kennt es ja, einen Papa zu haben und dazu einen väterlichen Freund. Weshalb dann nicht auch noch dazu einen weiteren Menschen, der sich Vater nennen darf, der auch an seiner Seite steht???

Wenn es denn so märchenhaft funktionieren kann.

Ich bin bereit einen weiteren Menschen in dieser Familie willkommen zu heißen und nun kann ich nur hoffen, dass der kleine Mann nichts verliert sondern dazu gewinnt!!!

Nur am Rande erwähnt und doch ganz ganz wichtig, meine älteren Kinder wissen um die Situation, dass ich grosse Zweifel an der Vaterschaft habe und sind wissend um die nahen vermutlichen Veränderungen.

* Alle Namen wurden geändert

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Artikelserie "Kuckucksmutter wider Willen"

Kuckucksmutter wider Willen – von Hannah Meyer

Fortsetzung: Kuckucksmutter wider Willen – Teil 2

Alle Teile im Überblick: Kuckucksmutter wider Willen

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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16 Antworten zu Kuckucksmutter wider Willen – Teil 1

  1. luenzer schreibt:

    Liebe Hannah,
    ebenso wie Marcus danke ich Dir ganz herzlich für Deine Geschichte und dass wir daran Anteil haben können; sie ist ja eine recht komplexe Story in der kräftiges Wirken von Schicksal deutlich wird.
    Als Kuckuckskind, das erst mit 42 davon erfahren hat, kann ich es nur unterstützen, wenn man sich darum bemüht, sein Kind rechtzeitig – ich würde sagen zwischen Einschulung und Pubertät (aller spätestens) – über den wahren Vater zu informieren.

    Für einen weiteren Gedankenaustausch stehe ich sehr gerne zur Verfügung, die nächsten Tage bin ich nur stark mit einem größeren Projekt beschäftigt.

    Alles Gute und lichtvolle Grüße
    Immo Lünzer

  2. Kuckucksmutter wider Willen schreibt:

    @ Nosce Te Ipsum
    „Das Recht auf Dummheit wird von der Verfassung geschützt. Es gehört zur Garantie der freien Entfaltung der Persönlichkeit.“, jenes Zitat heisst nicht dass Sie es ausleben müssen. Sie dürfen gern auch an Ihrer Weiterentwicklung arbeiten ;o)
    Ich kann mich nicht daran erinnern Ihnen erlaubt zu haben mich zu Duzen … es gebietet schon allein die Höflichkeitsform solch kleine Regeln im Leben einzuhalten!
    Bezugnehmend auf Ihren Schwall Schwachsinn den Sie niederschreiben möchte ich, außer dass ich Sie leider enttäuschen muss das ich kein HartzIV-Fall bin, nicht näher eingehen!!!
    Und zu guter Letzt :
    Ihre Worte : *Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm?* in diesem Kontext nur zu denken ist asozial, sie aber zu benutzen … zeugt von menschlichem Versagen ihrerseits.

    • Nosce Te Ipsum schreibt:

      Zunächst meine Entschuldigung, Sie haben recht. Dann bedanke ich mich für Ihre offenen Worte. Kritik ist nicht so Ihr Ding!

      • Kuckucksmutter wider Willen schreibt:

        @ Nosce Te Ipsum
        Ich selbst bin mein größter Kritiker und erfreue mich an konstuktiver Kritik!!!
        Kritik beinhaltet aber die Kunst sachlich zu beurteilen, zu hinterfragen mit Verstand und ein wenig Fingerspitzengefühl beim auseinanderhalten der Fakten, leider ist es nicht selbstverständlich die Kunst zu beherrschen. ;o)
        Gerne nehme ich die Entschuldigung entgegen mit der Hoffnung Ihnen weitergeholfen zu haben.

  3. Marcus Spicker schreibt:

    Liebe „Kuckucksmutter wider Willen“,
    ich habe großen Respekt vor der ehrlichen Art wie du mit der ganzen Sache umgehst. Leider fürchte ich, dass du eine positive Ausnahme bist. Niemand ist vor Fehlern gefeit, aber nicht die Tatsache an sich sondern das Verschweigen ist das Schlimme. Und für das Kind ist letztlich die Wahrheit das einzig richtige. Ich bin mir sicher, dass du mit deinem verantwortungsvollen Umgang mit dem Problem auf dem richtigen Weg bist und dein Kleiner dadurch eine echte Chance hat, in diese Konstellation hineinzuwachsen…
    Liebe Grüße
    Marcus

    • Kuckucksmutter wider Willen schreibt:

      Lieber Markus,
      wie schon an anderer Stelle, dankeschön für Deine Zeilen.
      Ja, ich hoffe sehr das alle Menschen in der Konstellation ihren Platz finden um dann gefestigt gemeinsam etwas wundervolles zu vollbringen … Eltern sein für ein Kind das Wurzeln hat dessen es sich bewusst ist.
      Liebe Grüsse
      N

  4. Nosce Te Ipsum schreibt:

    Da hast Du recht! Die Menge an emotionalen Vorträgen, die irgend eine irrationale Handlung erklären soll, die ich schon von Müttern hörte, reicht bis in die nächsten 3 Leben hinein.
    Ich habe genug davon.
    Kommt dieser Thorben an und möchte herausgehalten werden, und die Mutter akzeptiert das.
    Wovon redet ihr in dem restlichen Blog die ganze Zeit?
    Der neue Freund hat auch nicht mehr Dickdarm im Leib, schaut sich den anderen Rückratlosen an und berichtet!
    „Wir lebten unsere Liebe und suchten unsere Grenzen in der Sexualität. In der Experimentierphase, ich mag das mal positiv so darstellen, lebten wir mitunter kurzweilig eine Dreierdauerbeziehung, sprich ich und 2 Männer; Bela, Torben und ich.“
    Kriegt Bela nun den Sonnenschein untergeschoben?
    Ist nicht so schlimm, es gibt ja HartzIV?

    „Ich entdeckte das Belas Sohn meine Tochter sexuell missbraucht. Liza war zu dem Zeitpunkt 7 fast 8 Jahre alt.
    Ich tat, das, was eine Mutter tun muss. Kämpfen, wie eine Löwin, um das Leben ihrer Kinder und rettete meine Tochter aus dieser Situation. Gott sein dank, habe ich von dem Täter abgelassen, als ich versuchte ihn zu erwürgen. “

    Was war geschehen: Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm?

  5. Kuckucksmutter wider Willen schreibt:

    @ Nosce Te Ipsum,
    ich bin nicht überrascht davon dass Sie offensichtlich nicht sinnerfassend lesen können, wenn Ihre wenigen Zeilen schon in sich nicht stimmig sind.
    Amüsiert stelle ich fest dass Sie sich in den eigenen Zeilen/Gedanken/Einstellungen widersprechen.
    Besorgt stelle ich dann zum Ende hin fest dass sie nicht nur an fehlender Contenance leiden sondern dazu keinen Anstand und Höflichkeit erfahren haben müssen oder aber jene Tugenden auf Ihrem Weg verloren haben .

  6. Nosce Te Ipsum schreibt:

    Ich selbst bin für freie Liebe, vollste Erkenntnis und Liberalität nach allen Richtungen.
    Aber meine Kinder verdienen es, dass sich mein Leben einschränkt, da ich Verantwortung habe für die Kinder. Ich möchte nach niemandem mit Steinen werfen,
    auch ich habe an allem meinen Teil der Verantwortung zu tragen.
    Aber die vorgetragenen Geschichte ist keine Kuckuckskindgeschichte.
    Mir schwillt der Kamm wenn ich dieses ringen um Verständnis lese. Die Frau soll mal alle an einen Tisch zerren und den Vätern ihre Verantwortung klarmachen. Nachdem selbst Einsicht einkehrte.

  7. Kuckucksmutter wider Willen schreibt:

    „Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht.“

    … und genau deswegen würde ich mich freuen über Menschen die das Kernthema aufgreifen um darüber zu Kommunizieren ;o)
    Denn es gilt … wenn ein jedem der eigene Fehler bewusst wäre, das er glaubt, selbst fehlerfrei zu leben , würden weniger Menschen nicht soviel Vergnügen daran finden, Fehler an anderen festzustellen.
    Fakt ist : Immer wenn ich Fehler mache,lerne ich … mittelmäßige Geister lasse ich gern zurück … und bewege mich nach vorn.

  8. anniefee schreibt:

    Sicherlich ist jene Mutter auch irgendwie psychisch von Vornherein nicht stabil gewesen, aber darüber noch zu schimpfen, finde ich nicht fair. Niemand sucht sich doch aus, wie er / sie seelisch funktioniert. Und wenn ich es so lese, gibt sich die Frau doch jeweils Mühe. (ich staune durchaus über den Optimismus und die Kräfte, die sie an den Tag legt, ich hätte bei der Hälfte schon aufgeben wollen.)
    Richtig ist, das frau in „Experimentierphasen“ (noch) besser auf Verhütung aufpassen sollte. Männer sehen sich da offenbar nicht immer in der Pflicht.

  9. Kuckucksmutter wider Willen schreibt:

    @ Menschenversteher

    der Verweis bzw Aufruf an alle Mütter nicht fremd zu gehen hat in dieser meiner Lebensgeschichte keinen Halt und somit keinen Bezug .

    „Fremde Fehler beurteilen wir wie Staatsanwälte, die eigenen wie Verteidiger.“ ;o)

  10. Kuckucksmutter wider Willen schreibt:

    @ Nosce Te Ipsum

    Erkenne Dich selbst … für Sie wünsche ich mir das Sie sich auf dem Weg machen,
    *sic itur ad astra* … es scheint als wäre es noch ein sehr weiter Weg!
    (Sinnerfassendes Lesen üben ist von Vorteil)
    Der größte Hochmut und der größte Kleinmut ist die größte Unkenntnis seiner selbst.
    Ihnen alles gute für den weiten Weg!

  11. Nosce Te Ipsum schreibt:

    Ich, finde keine Worte für soviel Verantwortungslosigkeit.
    Das sind vier Kinder von drei Vätern. Was hat das mit Kuckuckskinder zu tun?
    Ich sehe eigentlich nur, dass eigene Bedürfnisse und Befindlichkeiten der Mutter im Vordergrund stehen. Wie soll der Eindruck entstehen, diese Frau könnte für eines der Kinder Sorge tragen.
    Welches Vorbild sie gab, musste die Tochter ausbaden!
    Nein, kein Mitgefühl, Mitleid oder auch nur den Gedanken an Verständnis.
    Das sind keine Kuckuckskinder, das sind die Opfer des Schwachsinns der Mutter.
    Warum diese Frau nicht schon frühzeitig daran dachte, ihrer Fruchtbarkeit ein Ende zu setzen ist mir unbegreiflich. Das kann nur gedämpfte Wahrnehmung sein.
    Inständig bitte ich, über eine Sterilisation nachzudenken. Die leidetet an sozialem ADS.

    Sowas lebt und Schiller musste sterben!

    • Menschenversteher schreibt:

      Ja, ich stimme Ihnen zu. Bis auf die letzten Satz. Trotz Allem sind beides nur Menschen und haben unantastbare Würde. Man kann kann kein Leben gegen das andere aufrechnen.

      Das verhalten dieser Mutter war sehr unverantwortlich und egoistisch. Alles fing an, dass sie „Ausgehungert und voller Tatendrang eine neue zwischenmenschliche Beziehung“ erleben wollte. Sich dann hals über Kopf auf eine ‚Beziehung mit einem „bad guy“ eingelassen hat. Nach kurzer Zeit zu ihm durch die Republik gezogen ist(!) und dann noch trotz der ganzen Lügen und dem Missbrauch bei ihm geblieben ist. Der Rest ist tragisch und bemittleidenswert – besonders für die Kinder.

      An alle Mütter, die im Gegriff sind fremd zu gehen:
      Ich habe über hundert solcher Fälle gelesen und auch einige in meinem Umfeld gesehen. Es lohnte sich fast nie darauf einzugehen. Es brachte fast immer großes Unglück. Ihr könnt diese harten, wilden Jungs nicht verändern. Eure Liebe wird sie nicht „retten“ sondern es sit viel wahrscheinlicher, dass ihr von ihm benutzt werdet. Ich bitte Euch eindringlich, sagt zu diesen betrügerischen Gedanken „NEIN!“.
      Der menschliche Körper ist nicht darauf ausgelegt für Jahrzehnte Hormone für ein Verliebtheitshoch zu produzieren. Es ist normal, dass es irgendwann abflacht. Das heißt, nicht das Beziehung nicht mehr funktionieren kann.

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Leider ist mir erst heute dieser Kommentar aufgefallen. Er ist unmöglich! Persönliche Angriffe sind zukünftig zu unterlassen. Teamintern werden wir uns beraten, ob dieser Kommentar in Teilen oder sogar ganz löschen zu löschen ist. Der Kuckucksvaterblog setzt sich für die betroffenen Kuckuckskinder, Scheinväter, bessere Gesetze und auch Kuckucksmütter ein. Für letztere setzen wir uns sofern ein, dass wir Wege aus der Lebenslüge aufzeigen und den Dialog suchen. Wer einen Blog für Inquisitionen sucht, wird bei uns nicht fündig.
      Was Hannah gerade in Ihrer Situation leistet, ist bemerkenswert. Nur wenige Kuckucksmütter gehen diesen mutigen Weg. Es verdient unsere Anerkennung und meine hat Sie dafür.

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