Die Vaterschaftsvermutung – Wie der Staat die Beweislast dem Kuckucksvater aufbürdet


Wirklich?

Vater eines Kindes ist der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist.
Deutschland, BGB §1592 Abs.1

Das seit 01.01.1900 geltende BGB regelt die Vaterschaft im § 1592 Absatz 1:

„Vater eines Kindes ist der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist.“

Der Grundsatz, wonach als Vater eines Kindes derjenige gilt, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter zusammenlebt, hatte seinen wohl­begründeten Sinn: Er schützte die Familie und zuvörderst die Mutter – da im Normalfall lebenslang an das Kind gebunden – vor ver­antwortungs­losem männlichen Sexual­verhalten und stellte eine schwer widerlegbare Richtschnur gegen Einwände miss­trauischer Ehegatten dar: Das einmal gegebene Ja-Wort bezog auch Zweifels­fälle ein – dies auch zum Wohle des Kindes.

Die Frage, wer der Erzeuger des Kindes ist, spielt hier keine Rolle. Allerdings stammt diese Regelung aus einer Zeit, wo eheliche Treue noch die Regel und deshalb ein unbescholtenes Eheweib vor unberechtigten Unter­stellungen der ehelichen Untreue zu schützen war. Auch waren die Rechte des ehelichen Kindes zu schützen, die es qua Geburt erwirbt.

Die Ehe war also ein Vertrag auf Gegen­seitig­keit: Die Ehefrau verpflichtete sich zur ehelichen Treue und der Ehemann verpflichtete sich im Gegenzug, ihren Nachwuchs zu ernähren. Dieses Vertrags­modell wurde einseitig gekündigt: Die Frau wurde in die sexuelle Freiheit entlassen, der Mann aber in seiner finanziellen Pflicht als Ernährer festgehalten. Während einer schwangeren Frau die Abtreibung als Wahl­mög­lich­keit offen steht, hat der betroffene Ehemann keine Wahl: Die Möglichkeit der Vater­schafts­fest­stellung per Abstammungs­gutachten wird ihm rechtlich durch viele Fallstricke wie Verjährungsfristen etc. erschwert. Die Ehe ist also für Männer zu einer ziemlich einseitigen An­ge­legen­heit geworden.

Weil uneheliche Kinder und eheliche Kinder rechtlich gleich­gestellt sind, gibt es heute auch keinerlei zu schützens­werte Geburts­rechte mehr. Damit ist es für Kinder (rechtlich) unerheblich geworden, ob seine Eltern verheiratet sind oder nicht. Die Institution Ehe wurde rechtlich vollständig ad absurdum geführt und damit ihrer Bedeutung beraubt. Es geht letztlich nur noch darum, für die Frau einen Mann als Zahlesel zu bestimmen. Der deutsche Staat stellt es dabei in das Belieben der Mutter, ob sie den bio­logischen Erzeuger oder ihren Ehemann zum Zahler auserwählt.[1]

Karikatur von Erl zum Thema Vaterschaftstest

und weiter Unklarheit – © by Martin Erl – http://de.toonpool.com/artists/Erl_64

Zudem stiehlt sich der Staat aus seiner Verantwortung, indem er zunächst das Kind dem Ehemann zuordnet und damit faktisch eine Beweislastumkehr schafft, die es vielen falsch zugeordneten Vätern erheblich erschwert, ihre rechtliche Vaterschaft wieder abzulegen. Daran ändert auch das seit 01.04.2008 in Kraft getretene Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren nichts. Denn dadurch, dass die Vaterschaft automatisch ab Geburt innerhalb der Ehe dem wahrscheinlichsten Vater, sprich dem Ehemann, zugeordnet wird, bleiben viele Falschzuordnungen zunächst unentdeckt. Eine Vaterschaft nachträglich wieder aberkennen zu lassen, ist ein mühsamer, äußerst belastender und teurer Vorgang für den, der klagen muss. Alleine der formale Akt, sein eigenes – zumeist über Jahre liebevoll betreutes – Kind verklagen zu müssen anstatt der betrügenden Mutter, stellt eine unzumutbare Härte für die betrogenen Väter dar. Wenn der Gesetzgeber für die Vaterschaftsvermutung des Ehemannes eintritt, so müsste er für den Fall, dass er sich dabei offensichtlich geirrt hat, auch dafür einstehen, dass sein vermeintlich „wahrscheinlichster“ Vater unverzüglich und ohne jegliche Schwierigkeit zu seinem Recht kommt.

Letztendlich läuft die Regelung nach §1592 BGB nur darauf hinaus, dass man im Bedarfsfall einen Verantwortlichen hat, den man in die Pflicht nehmen kann. Den Betroffenen gegenüber ist dies ungerecht, unmenschlich, verstößt gegen die Menschenwürde und hält christlichen und rechtsstaatlichen Maßstäben nicht stand. Gleichwohl hat dieser Paragraph seit über 111 Jahren bestand und sorgt bei mittlerweile 10% bis 20% aller Kinder eines Jahrgangs dafür, dass ihre Abstammung vertuscht oder erst sehr spät und mit allen seelischen Folgen aufgedeckt wird. Das sind bei der derzeitigen Geburtenrate von knapp 700.000 die unfassbare Zahl von bis zu 140.000 Kinder pro Jahr. (siehe „Wieviel Kuckuckskinder werden pro in Deutschland geboren?„)

Fazit: Der §1592 BGB ist nicht nur nicht mehr zeitgemäß sondern bildet in Zeiten, in denen Frauen unbehelligt ihre Selbstverwirklichungspirouetten drehen dürfen, sogar den Schutzschild für ungeahndeten Betrug und ist als hauptursächlich für das seelische Leid der betroffenen Kuckuckskinder und Kuckucksväter zu betrachten. Die zeitgemäße Formulierung müsste lauten:

„Vater eines Kindes ist der Mann, der es gezeugt hat.“

[1] Quelle: Informationsstelle für verheiratete Männer und Frauen, www.dfuiz.net  Die Familie und ihre Zerstörer, Kap.1.1.5 Das Kuckuckskind]

Advertisements

Über Marcus Spicker

Bio-Vater, sozialer Vater und Kuckucksvater, Allgäuer, Blogger http://www.kuckucksvater.wordpress.com Fußball, Politik, Bildung
Dieser Beitrag wurde unter - Recht, Deutschland abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Antworten zu Die Vaterschaftsvermutung – Wie der Staat die Beweislast dem Kuckucksvater aufbürdet

  1. Pingback: Interview mit Franz-Jörg Krieg – Leitfigur der Väterbewegung fordert Änderung des §1592 BGB und obligatorischen Vaterschaftstest | kuckucksvater

  2. Immo Lünzer schreibt:

    Als Kuckuckskind (das erst mit 42 Jahren ‚davon‘ erfahren hat) möchte ich noch ergänzen, dass es offensichtlich auch die Variante gibt, dass das Kuckuckskind bewusst und in Liebe gezeugt wird. Meine Mutter hat mir jedenfalls vermittelt, dass es so gewesen sein soll und auch den Ort der Zeugung beschrieben.
    Und irgendwie hat sie zu der damailgen Zeit (1953) offensichtlich zwei Männer geliebt – so etwas soll es ja geben.
    Dabei war der ‚Erzeuger‘ wohl davon ausgegangen, dass er sein Kind öfters sehen könnte, aber nach wenigen Monaten hat ihm das seine ‚Geliebte‘ verboten. Erst als ich nach Jahrzehnten dahinter kam, war es dem leiblichen Vater möglich, seinen Sohn zu treffen, obwohl er ihn schon vorher treffen wollte, aber auch da hat es die Mutter verboten….
    Übrigens: Ich selbst bin sehr froh, dass ich mit meiner Frau – über 40 Jahre – eine sehr verantwortungs- und vertrauensvolle Liebe aufbauen und entwickeln konnte, dass ich ihr bzgl. unserer beiden Kinder – ohne Test – voll vertrauen kann!

  3. Pingback: Femokratie News 206-2011 « FemokratieBlog

  4. hans scheinvater schreibt:

    Bingo. Genau darum geht es doch: dass der Staat auf die tatsächlichen Gegebenheiten reagiert. Nach 111 Jahren scheint uns das durchaus angebracht. Wie im Artikel angesprochen, gründet die Formulierung im §1592 auf der Moralvorstellung des ausgehenden 19.Jahrhunderts. Heute ist ein Eheversprechen, wie man an der hohen Scheidungsrate sieht, oftmals das Papier nicht wert. Sicher wäre die Welt anders, wenn alle so integer wären wie dein Freund. Da würde ich auch gerne hinkommen. Meines Erachtens wird es aber ohne veränderte Gesetzeslage nicht gehen. Nicht jeder kommt von selber auf den rechten Weg, wie man auch an den vielen gut besetzten JVAs sieht. Keiner verurteilt pauschal die Frauen oder fordert deren Bestrafung, es geht einzig und allein darum, dass der nichtsahnende Ehemann in einen riesen Schlamassel gerät, weil der Staat ihm automatisch die Vaterrolle zuschiebt. Der heutige Stand der Forschung hat keine „Vermutung“ mehr nötig. Würde der Paragraph angepasst und ein obligatorischer Vaterschaftstest nach Geburt eingeführt, wäre unser beider Idealwelt doch gedient, oder ? Wer moralisch denkt wie du es tust, müsste das doch eigentlich genau so sehen.
    Was den „neuen“ Mann angeht, müssen wir ganz einfach wieder etwas selbstbewusster werden. Die Emanzipationsbewegung hat einiges umgekrempelt und vieles davon ist auch gut so. Nur langsam schlägt das Pendel in die andere Richtung: Gleichstellungsbeauftragte werden entlassen, weil sie sich auch um Jungen und Männer kümmern, viele Jugendämter sind zu Mutterämtern verkommen, geschiedene Väter werden als Väter entsorgt etc.etc.
    Ich war auch ein Jahr für meinen „Kuckuckssohn“ zuhause und hab ihm all meine Liebe zuteil werden lassen. Darauf bin ich stolz und möchte diese intensive Zeit nicht missen, trotz allem was danach geschehen ist. Wer fürchtet gemobt zu werden, weil er zu Hause bleibt, hat doch ein Problem mit seinem Selbstwertgefühl. Und nur dazusitzen, die sinkende Moral zu beweinen und nichts zu tun ist mir zu wenig.

    • Autorenteam schreibt:

      „Ich war auch ein Jahr für meinen Kuckuckssohn zuhause und hab ihm all meine Liebe zuteil werden lassen. Darauf bin ich stolz und möchte diese intensive Zeit nicht missen, trotz allem was danach geschehen ist.“

      Natürlich kann man darauf, dass man verarscht worden ist, auch noch stolz sein. Das wirkt für mich wie ein Pantoffelheld, der – unter das Bett gekrochen – seiner Frau droht: „Du hast mir gar nichts zu sagen!“

      Sie sind wahrlich ein „leuchtendes Vorbild“ für das Selbstwertgefühl der Männer. *daumen* 😉

      • Marcus Spicker schreibt:

        Danke für die Blumen! Mit der Wut im Bauch, die durch Ihre Zeilen schallt, kann man aber auch nicht weiterleben. Warum kann ich nicht die Zeit mit meinem erstgeborenen Sohn als etwas wunderbares wahrgenommen haben und stolz darauf sein, was ich für ihn getan habe? Damals wusste ich nichts von dem Betrug und auch in der Retrospektive, losgelöst von den Gefühlen, die die Erkenntnis der Wahrheit mit sich gebracht hat, habe ich diese Zeit positiv in Erinnerung für mich und den Kleinen. Das hat mit der Wut, der Enttäuschung und der Trauer,die ich jetzt darüber empfinde, dass alles nur Schein war, rein gar nichts zu tun. Nur wer ein Jahr Elternzeit gemacht hat, kann dies wirklich beurteilen.

  5. Maennerversteher schreibt:

    Ja, das weiß ich alles. Nur „romantisch“ bin ich überhaupt nicht. Ich bin moralisch. Und die gilt für beide Geschlechter. Der Staat hat aus Erfahrung heraus Gesetze gemacht. Und der Staat kann nur „reagieren“.

    Und noch was: Wenn „die Frauen“ so „schlau“ sind, müssen „wir Männer“ wohl doof sein… Wer eine Frau heiratet, die zu Hause bleibt und den Alleinverdiener gibt, muss sich nicht wundern, dass er nach der Trennung zahlt. Gleiche Rechte – gleiche Pflichten… Darum sollte es gehen. Doch Männer, die „zu Hause“ bleiben, müssen ja immer noch fürchten von anderen gemobt zu werden… Was ist der neue Mann? Der, der neue Gesetze braucht?

    • Menschenversteher schreibt:

      Hallo Maennerversteher!

      Ich stimme Dir zu, dass es unverantwortlich ist, one-night-stands ohne Kondome durchzuführen und dass Männer im Allgemeinen tatsächlich etwas „doof“ und leichtgäubig, naiv den Frauen gegenüber sind. Mann sollte nicht jeder Frau, die er kaum kennt, alles glauben und zwar auf das Beste Hoffen, aber auch mit der Möglichleit in betracht ziehen, dass sie Frau krimineller Energie betreibt, um an Geld zu kommen, Das betrifft natürchlich nicht alle Frauen, aber ein ein Teil sieht in Männern nur eine „Brieftasche auf Beinen“.
      M.E. kommt die Zurückhaltung von Männern, die Ernährerrolle abzulegen, von der Angst, von der Frau verlassen zu werden. Oftmals leiden Beziehungen mit Hausmann, darunter, wenn der Mann dauerhaft keinen Beruf ausübt. diese ungewohnte Position macht die allermeisten Frauen sehr unzufrieden.

      Und noch etwas zu den Reproduktionsrechten von Männern: Männer haben keine!
      Zur Verhütung hat Mann drei Möglichkeiten:
      1. Abstinent leben
      2. Kondome benutzen
      3. sich sterilirieren lassen

      Frauen haben fast als ein duzend Verhütungsmittel, wenn auch einige moralisch zweifelhaft sind, wie zum Beispiel , Abtreibung und „Pille danach.“ Aber ihr „Bauch gehört ihr“ und sobald die Eizelle befruchtet wurde, endet die Teilverantwortung von Männern. Männer haben nur hälftige Verantwortung, ob es zum Geschlechtsverkehr kommt. Ob ein Kind entsteht können sie nur mit Möglichkeit 1 und 3. sicher verhindern. Kondome können auch platzen oder sabotiert werden. Ob ein Kind entsteht hat ein Mann nur marginalem Einfluss, sieht mann auch die Vielzahl von Faktoren, die die Befruchtung bestimmen, die der Mann nicht kontrollieren kann. (Nimmt die Partnerin die Pille ein, verhütet sie andererweitig, ist sie integer, nimmt sie Medikamente, die die Wirkung der Pille aufheben könnte,…)

      Alles was, nach der Befruchtung passiert, liegt rechtlich vollständig in der Hand der Frauen. Sie muss alleine entscheiden, will sie das Kind austragen, will sie es nicht, will sie es zur Adoption freigeben, in die Babyklappe legen… Es kann passieren, dass der Mann das Kind haben will, die Frau aber nicht, und der Mann könnte außer gut zureden nichts machen und müsste die Abreibung seinen Kindes machtlos abwarten.(Ironie an“) Er könnte höchsten die Frau entführen und bis zur Entbindung einsperren, aber das ist ja auch keine Alternative. (Ironie aus)

      Kein Vater und kein Erzeuger hat in diesen Fragen Rechte. Trotzdem wird er auch als unehelicher Vater zur Verantwortung gezogen, ohne, dass er die Vaterschaft aberkennen könnte. Finaziell zumindest immer. Die Rolle des Vaters kann ein nicht verheirateter Erzeuger auch nur mit Zustimmung der Mutter annehmen. Wie sie sehen, ist es korrekt bei Kuckuchskindern die Schuld vor allem auf Frauen zu legen, mag es zielführend sein oder nicht. Es ist die Wahrheit.

      Deshalb finde ich es berechtig zu fordern, der Vater sollte das Recht auf einen Vaterschaftstest haben und das Recht seine Vaterschaft auch ablehnen zu können, weil Frauen sich ihrer Mutterschaft durch Abtreibung in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft entledigen können. Dann würde es viel weniger nur einseitig von der Mutter gewollte Kinder geben. Weil nicht mehr mit Kinderunterhalt gerechnet werden kann. Alleinerziehende sein erscheint weniger erstrebenswert. Die Kinder, die dann noch zur Welt kommen, wachsen dann dafür in zwei-Eltern-Familien auf. Das ist Beste Grundlage für das Kind. Es sind Wunschkinder. Es müssten bessere Rahembedingungen für Famileien geschaffen werden, damit die Fortpflanzungsrate nicht auf kurz über null fällt. Vieles der gesellschaftl. Schieflage würde beseitigt.

      Ich schreibe dies als nicht Betroffener, junger Mann.

    • Autorenteam schreibt:

      „Wenn „die Frauen“ so „schlau“ sind, müssen „wir Männer“ wohl doof sein… Wer eine Frau heiratet, die zu Hause bleibt und den Alleinverdiener gibt, muss sich nicht wundern, dass er nach der Trennung zahlt. Gleiche Rechte – gleiche Pflichten… Darum sollte es gehen.“

      Gut gebrüllt, Löwe! Haben Sie schon mal versucht, eine Frau zur Arbeit zu zwingen, sie zu verpflichten, nicht nur das Familieneinkommen auszugeben, sondern auch zum Familieneinkommen beizutragen?

      Wenn Sie da versuchen, dann werden Sie aber von den FrauenrechtlerInnen etwas zu hören bekommen, von wegen Selbstbestimmungsrecht der Frau und so.

      Das Familienoberhaupt hat man abgeschafft, weil es angeblich benachteiligend für die Frau gewesen sein soll, den Mann um Erlaubnis zu fragen, ob sie arbeiten darf. Genau andersherum ist es: Der Mann soll nichts mehr zu sagen haben, wenn sie die Berufsarbeit aufgibt und sich auf ihren subventionierten Frauenstatus auszuruhen gedenkt.

      Der Fall, dass der Ehemann der Ehefrau die Berufsarbeit verboten hat, wird recht selten gewesen sein, verglichen mit den Fällen, wo das angetraute Weib nach der Eheschließung die eigene Erwerbsarbeit „geschmissen“ hat, ohne ihren Mann zuvor dazu gefragt zu haben, ob er nun gerne das alleinige Arbeitstier sein möchte.

  6. Maennerversteher schreibt:

    Sorry, so sehr ich die Problematik erkenne, halte ich Ihre einseitige Schuldzuschreibung an die Frauen nicht für zielführend. Sie vergessen die Männer, die ja nun mit diesen Frauen Geschlechtsverkehr hatten – ohne sich darum zu scheren, welche Konsequenzen das haben könnte. Männer, die mit verheirateten Frauen ungeschützten Sexualverkehr haben, Männer, die die Verhütung unausgesprochen den Frauen überlassen, leben ihre „sexuelle Freizügigkeit“ ungeachtet jeder moralischen Norm oder menschlichen Folgen aus – nach wie vor. Außerdem sind sie zutiefst unsolidarisch. Ich nenne Ihnen gerne ein Beispiel für einen treuen Freund und solidarischen Mann aus persönlichem Erleben: Mich rief ein sehr guter Freund an und erzählte mir, dass meine Exfrau ihn „treffen“ wolle und offenbar „mehr“ von ihm wolle. Er fragte, was ich davon halte. Ich sagte: Es sei seine Entscheidung. Er sagte: Niemals könne er mit einer Frau ins Bett gehen, die mich verletzt habe oder dies beabsichtige. Ich war tief beeindruckt. Diese Treue unter Männern ist extrem selten. Warum ist das so? Ich finde, dass Männer generell ihre Position untereinander klären sollten – und nicht nur gegenüber „dem Staat“ (seit Jahrhunderten männerdominiert).

    • Max Kuckucksvater schreibt:

      Ja, es gibt die Männer, die sich überhaupt nicht darum scheren, dass die Frau in einer festen Partnerschaft sich befindet oder gar verheiratet ist. Mit diesen Männern haben wir – Kuckucksväter wie auch Kuckuckskinder – unser liebes Leid, da diese nach bekannt werden der wahren Vaterschaft dann zumeist auch keinen Kontakt zu ihrem Kind haben wollen und es ablehnen.
      Ich selbst habe die Erfahrung machen dürfen, dass es genügend Männer gibt, denen die Frau zu verstehen gab, dass sie in keiner Beziehung sei und auch die Pille nehme und dann so leichtsinnig sind ohne Präserativ sich auf einen One-Night-Stand einzulassen. Das ist russisches Roulette mit HIV, Hepatitis und anderen Krankheiten. Dieses Verhalten ist verantwortungslos, doch schließt sie nicht mit ein, dass sie keine Kinder haben wollten oder sogar diese ablehnen würden. Auch sind häufig Männer aus der vorangegangen festen Beziehung die biologischen Väter und haben nicht den blasse Schimmer davon, was die Exfreundin macht, da der Kontakt komplett abgebrochen ist, geschweige denn, zu wissen, dass diese Nachwuchs haben und wann dieses zur Welt kam.
      Ein weiterer Punkt ist, dass sich die von Dir beschriebenen Männer sich ihrer Verantwortung nicht entziehen könnten, wenn sie denn nicht durch die Kuckucksmutter gedeckt werden würden. Durch eine Nennung seitens der Kindesmutter müssten sie sich dem Vaterschaftstest stellen, dafür sorgt der Staat effektiv und zeitnah. Gott sei Dank. Genau so sollte sich der Staat auch der Verantwortung stellen und nicht mehr einfach Blind zu behaupten, dass der Ehepartner auch der Kindesvater sei, denn damit wird der Personenstandsfälschung die Tür zur Legalität geöffnet. Deswegen unsere Forderung, Vater ist der Mann, der das Kind gezeugt hat.
      Treue, Solidarität und Klärung unter Männern sind romantische und wünschenswerte Handlungen, die reife und verantwortungsvolle Persönlichkeiten voraussetzen. Den anderen muss man dann halt alternativ mit Gesetzen und die konsequente Umsetzung derer begegnen.
      Dieser Artikel hingegen handelt von der Verantwortung des Staates und wie er diese auf die Ehemänner abwälzt. Er handelt weder von den Kuckucksmüttern direkt, noch von den biologischen Vätern, weswegen ich diese Kritik an dieser Stelle nicht verstehe. Im Gästebuch schon eher, da wir bisher noch nicht auf die sich drückenden biologischen Väter eingegangen sind. Diesem Thema werden wir uns noch in einem anderem Artikel widmen und diese Art von Männern genauer unter die Lupe nehmen.

    • hans scheinvater schreibt:

      Sie liegen mit ihrem Kommentar im Grunde gar nicht so weit von meiner Meinung entfernt, denn natürlich gehört auch ein Mann dazu, um diese Art von Betrug zu begehen. Und der, der mit einer verheirateten Frau schläft und biologischer Vater wird, kann sich seiner Verantwortung tatsächlich entziehen, wenn die Frau dicht hält und das Kind dem Ehemann unterschiebt. Und genau dieses Verhalten wird vom Staat durch den §1592 BGB erstmal gedeckt. So gesehen sind beide staatlich geschützte Betrüger. Nun kommt aber das, was mir und vielen Betroffenen aufstößt: Während diese verantwortungslosen Männer nach Auffliegen der Lüge tatsächlich vom Staat zur Verantwortung gezogen werden – zumindest als Zahlesel – und je nach aufgelaufenem Unterhalt richtig bluten müssen, die betrogenen rechtlichen Väter ihr eigenes Kind verklagen müssen, um die Vaterschaft wieder aberkennen zu lassen (und übrigens oft genug an den zusätzlichen Fallstricken der Gesetze dabei scheitern), werden die Frauen lediglich als Zeuginnen geladen und gehen völlig unbehelligt ihrer Wege. Das ist der Skandal und den prangern wir in diesem Artikel an. Der Staat nimmt einfach den wahrscheinlichsten Vater, sprich den Ehemann, bevor er selber für das Kind aufkommen muss. Und männerdominiert ist dieser Staat beileibe schon lange nicht mehr, die Frauen sind nur schlau genug uns das weiter glauben zu lassen. Hierzu meine Leseempfehlung

    • http://www.dfuiz.net