Zahl der Vaterschaftstests in Österreich steigt – Wiener Genetikerin fordert den Vaterschaftstest bei Geburt


Screenshot

Kuckuckskinder
Jedes zehnte Baby hat falschen Papa – Screenshot Wiener Zeitung

Wien. Das Dorf hatte schon länger darüber gemunkelt, Andreas B. wollte es aber nicht wahrhaben. Je älter seine Tochter wurde, desto mehr ähnelte sie einem anderen, einem Bekannten aus der Nachbarschaft.
Bei einem Streit mit der Mutter kam die Wahrheit ans Licht, ein DNA-Test schaffte zusätzlich Klarheit: Das Mädchen, das ihn jahrelang „Papa“ genannt hatte, war gar nicht seine Tochter. Fälle wie dieser sind laut der Wiener Genetikerin Susanne Haas keine Seltenheit. Sie leitet eines der rund zehn privaten DNA-Labors Österreichs, in denen Vaterschaftstests durchgeführt werden. 5.000 sind es bereits pro Jahr – vor fünf Jahren waren es noch 4.000. „Immer mehr Männer wollen auf Nummer sicher gehen, für wen sie jahrelang zahlen sollen oder gezahlt haben“, sagt sie im Gespräch mit der „Wiener Zeitung“. Am häufigsten würden die Tests im Zuge von Scheidungen durchgeführt. Aber auch Schwiegermütter steckten mitunter dahinter.
Für rund ein Viertel der Männer falle der Vaterschaftstest negativ aus. Schätzungen zufolge stammt jedes zehnte Baby nicht von dem Mann, der in der Geburtsurkunde als Vater aufscheint. Und ist somit ein Kuckuckskind.
„Die Dunkelziffer ist hoch“, sagt Haas, die sich für standardisierte Vaterschaftstests bei der Geburt ausspricht. Diese würden nicht nur eine Rechtssicherheit schaffen, sondern auch schmerzvolle Prozesse verhindern. „Einen automatischen Vaterschaftstest wird es nicht geben“, heißt es dazu aus dem Justizministerium, „der finanzielle Aufwand wäre zu hoch“.
Zwischen … Fortsetzung des Artikels in der Wiener Zeitung

Advertisements

Über Marcus Spicker

Bio-Vater, sozialer Vater und Kuckucksvater, Allgäuer, Blogger http://www.kuckucksvater.wordpress.com Fußball, Politik, Bildung
Dieser Beitrag wurde unter Österreich, Vaterschaftstest abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Zahl der Vaterschaftstests in Österreich steigt – Wiener Genetikerin fordert den Vaterschaftstest bei Geburt

  1. Pingback: Kuckuckskindartikel in der Wiener Zeitung – Lesenswert! | kuckucksvater

  2. susannebeiche schreibt:

    Es ist einfach die Ungleichheit der Mittel, die einem in dieser Diskussion die Wut in den Bauch treibt: ICH als Mutter weiß, dass ich die Mutter und die Mama bin und sein will.
    Ein Mann hat von Anfang an keine Chance, wenn die Frau ihm das Kind (evtl.auch das eines anderen) unterschieben will. Ein Verhalten, dass ich mir nur schwer vorstellen kann und will; und doch passiert es jeden Tag. Denken diese Damen eigentlich auch einmal an das spätere Wohlergehen ihrer Kinder? Kinder haben das Recht auf Papa und Mama, wenn diese auch die biologischen Eltern sind, schön! Nur muss jeder dieser Elternteile die Möglichkeit haben, sich frei von Zwängen und Lügen zu entscheiden, Papa und Mama sein zu wollen. Und wenn ich schon, vielleicht auch unfreiwillig, zum Vater gemacht werde, dann muss ich sicher sein können, es auch zu sein. Punkt, aus, fertig!

  3. Nosce Te Ipsum schreibt:

    Nein der biologische Vater hat in der Geburtsurkunde zu stehen und sollte verbindlich ermittelt werden. Wer die emotionale Vaterschaft übernimmt steht auf einem anderen Blatt.
    Vaterschaft ist ein existenzieller Aspekt.
    Ich schrieb das schon andernorts. Wer vögelt trägt auch die Verantwortung. Aber wir müssen es juristisch betrachten, weil erst auf dieser Basis Recht und Unrecht unterschieden werden kann.
    So gibt es Mütter, die den Vater ihres Kindes verschweigen. Der Besitzer eines Autos kann ermittelt werden, weil es klar ist.
    Wenn ich als neuer Lebenspartner einer Frau, das Kind eines Fremden großziehe und eine emotionale Bindung dazu habe, ist da gut!
    Davon auszugehen, dass ein Kind während einer Ehe gezeugt wird und deshalb von dem Paar entstammt ist eben falsch.
    Wenn ich mich bewusst dafür entscheiden kann, bei einer Frau zu bleiben, trotz eines Kindes von einem anderen Mann, dann ich das Ok.
    Alles andere ist Betrug, der ist strafbar bei uns!
    Wenn ich erfahre, Vater zu werden und ich mich entscheiden kann, nach der finanziellen Verantwortung auch die emotionale Verantwortung übernehem zu können, ist das auch OK.
    Dazu bedarf es aber des gesetzlichen Rahmens.
    Ein Kind hat das Recht, auf psychische, physische und emotionelle Obhut und Unversehrtheit.

    Nachtrag: Übrigens, hat auch das Recht des Kindes, einen emotionalen Vater zu haben, für ein Kind festgeschrieben und durchgesetzt zu werden. Ein Kind braucht beide Pole!

  4. Max Kuckucksvater schreibt:

    Dass das österreichische Justizministerium es wegen der hohen Kosten ablehnt, zeigt unmissverständlich auf, dass es hier nicht um das Kindeswohl geht, sondern um Geld. Das seelische Leid, welches dem Kind und dem vermeintlichem Vater zugefügt wird, interessiert den Staat nicht. Auch der biologische Vater weiß häufig nicht von seinem Glück und einige davon würden sich freuen, zu wissen, dass sie ein Kind haben.

  5. picola9011 schreibt:

    Ich finde es auch schlimm,wenn Frauen nicht den Mut haben ,die Tatsachen vorher klar zustellen.Besonders schlimm muss doch so etwas neben dem betrogenen Partner doch auch für die Kinder sein.LG.Erika

Was ist Deine Meinung?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s