Der Supergau im Kuckucksnest – Von der Mutter belogen, vom vermeintlichen Vater mißbraucht und vom biologischen Vater abgelehnt



Im Leben von Esther T.* ist vieles schiefgelaufen. Missbraucht vom vermeintlichen Vater, erfuhr sie erst mit 25 Jahren, dass ihr leiblicher Vater der langjährige Liebhaber ihrer Mutter war, der oft zu Besuch kam.
Sie war in der Klinik, als sie es erfuhr – an einem Ort, wo sie eigentlich gesund werden sollte. Damals, vor fünf Jahren, war sie eingeliefert worden: Depressionen,

Wahrnehmungsverschiebungen, Suizidgefahr. Der vorläufige Endpunkt aller Probleme, welche die 25-Jährige schon während der Pubertät gequält hatten. Esther T. fühlte sich minderwertig, überflüssig. Sie hatte Bulimie und Anorexie, ritzte sich selber. Sie erinnert sich noch genau, was sie an diesem Tiefpunkt in der Klinik zu ihrer Mutter sagte: «Ich habe alle schlechten Gene von meinem Vater.» Worauf ihre Mutter antwortete: «Was würdest du davon halten, wenn er gar nicht dein Vater wäre?» Esther T. erzählt die Schlüsselstelle ihres Lebens im Büro eines Selbsthilfezentrums im Kanton Zürich. Sie möchte ihre Geschichte öffentlich machen, eine Selbsthilfegruppe gründen. «Ich will andere Betroffene fragen, wie verarbeitet ihr den Verrat? Wie könnt ihr nach vorn schauen? Wie könnt ihr vergeben?» Wenn der Artikel schon nur eine Mutter zur Wahrheit bewegen könne! Dass man über Jahre hinweg getäuscht wurde – von der Mutter und vom leiblichen Vater – sei unerträglich. Esther T. redet in aller Ruhe, so als stünde sie bereits über der Sache. Eine feminin wirkende, blonde Frau von 30 Jahren. Sie hat ein liebes Gesicht, … Fortsetzung des Artikels im Tagesanzeiger

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Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder, Scheinväter, Väter und Kuckucksmütter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
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3 Antworten zu Der Supergau im Kuckucksnest – Von der Mutter belogen, vom vermeintlichen Vater mißbraucht und vom biologischen Vater abgelehnt

  1. hans scheinvater schreibt:

    Was für eine unglaubliche Leidensgeschichte! Und wieder zeigt sich, dass der einzige Weg hinaus ins Leben nur über die Wahrheit führt… Ebenso wichtig ist der offene Umgang mit der Problematik und die Verbreitung eines solchen Lebenslaufes, um die Gesellschaft wach zu rütteln und die Gewissen der vielen Kuckucksmütter weiter zu beschweren, die noch immer ihr Geheimnis mit sich herumtragen. Ihnen fehlt häufig das Wissen um die gravierenden Schäden, die ihr feiges Verhalten anrichtet. Und wenn weiter so getan wird, als handele es sich um ein Kavaliersdelikt – man wird als Kuckucksmutter ja selbst von Familienrichtern im Vaterschaftsaberkennungsverfahren in Watte gepackt – wird es noch viele „Kinder“ geben, die im Leben nicht zurechtkommen und keine Ahnung haben, woran das liegt. Vielen Dank für diesen Artikel!!!

    • Engel schreibt:

      Ich möchte mich diesem Kommentar , gern anschliessen . Er sagt alles aus , was auch ich geschrieben hätte..! 100% Vielen Dank von einer Mutter mit 2 Kindern .

      • Max Kuckucksvater schreibt:

        Vielen Dank für Deinen Kommentar. Kinder sollen ihren biologischen Vater kennen. Es ist wertvoll, einen solchen Satz von einer zweifachen Mutter hier bestätigt zu bekomen. Kennst Du auch ein Kuckuckskind, Kuckucksvater oder eine Kuckucksmutter persönlich?

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