Wieviele Kuckuckskinder werden jährlich in Deutschland geboren?


Kuckuckskind Fragezeichen aus Eier

© by Max Kuckucksvater

Eine Frage, die viele verschiedene Studien und Statistiken hervorbringen soll. Der überwiegende Teil der Medien schreibt über „eine“ oder „einige“ Studie/n ohne diese konkret zu benennen.

Die bisher einzige Nennung, die ich fand, ist die Studie des Professors Mark Bellis von der John Moores University im englischen Liverpool  mit dem Titel „A testing time for fathers“, welcher darin auf einen Schnitt von

3,7 % kommt. In dieser Meta-Studie wurden allerdings verschiedenste Studien aus der ganzen Welt über den Zeitraum von 1950 bis 2004 ausgewertet und die Spanne reichte von 0,4 Prozent bei jüdischen Priesterkindern bis zu fast 30 Prozent bei englischen Bergarbeiterkindern. Wenn sich die Männer von vornherein über ihre Vaterschaft unsicher waren, bestätigte sich ihr Verdacht oft (in 31 Studien untersucht): zu etwa 15 Prozent in Russland, fast 17 Prozent in Deutschland und über 50 Prozent in Schweden und den USA. Diese Studien bezogen sich wohl nur auf die aufgedeckten Fälle und nicht auf die Dunkelziffer. Die Autoren des Artikels gehen ebenfalls davon aus, dass sich die Zahl der aufgedeckten Betrugsfälle aufgrund der Fortschritte in der Gendiagnostik weiter erhöhen wird.

Erstaunlich finde ich, wenn ich in mehreren Artikeln lese, dass ca. jedes zehnte bis fünfte Kind ein Kuckuckskind sei und anschließend irrtümlich eine Falschzahl von 25.000 bis 40.000 Kinder in Deutschland pro Jahr fehlgefolgert wird. Dafür hätte mich mein früherer Mathelehrer wahrscheinlich im Geiste gesteinigt.

Diese mathematische Fehlleistung wurde von Frau Simone Schmollack in ihrem Buch über Kuckucksgeschichten und ihren zahlreichen Artikeln ins Leben gerufen. Sie ist für ihre absurden Schlussfolgerungen und Verletzungen der journalistischen Sorgfaltspflicht schon einschlägig bekannt. Jüngstes Beispiel war ihre mit Falschinformationen gespickte und männerfeindliche Rezension über das AGENS-Buch für den Deutschlandfunk. Für diese musste sie sich entschuldigen, um sich nicht komplett selbst auszubooten. Die Rezension wurde vom Deutschlandfunk aus den Audiobeiträgen gelöscht und der Text redigiert online gestellt. Auch verbreitet sie, obwohl der Co-Autor des Kuckucksvaterblogs Marcus Spicker einen direkten Kontakt zu ihr hatte und auf den Missstand hinwies, diese Falschzahlen in ihren aktuellen Artikeln weiter. Das wirft die Frage auf, welche Zielsetzung sie damit wohl verfolgt.

Hier mal die Lösung: Jedes 10-te Kind bedeutet anders ausgedrückt 10 Prozent und jedes 5-te folglich 20 Prozent. Die Geburtenrate 2008 lag – laut Statistischem Bundesamt Deutschland – bei annähernd 700.000 Neugeborenen. (somit halb soviel wie 1964, denn da waren es 1,4 Millionen). Davon 10% bzw. 20% sind dann 70.000 bzw. 140.000 Kuckuckskinder allein im Jahr 2008 in Deutschland, halt je nach Statistik. Die Artikel fingen im Jahr 2008 an, weswegen ich von der Geburtenzahl im Jahre 2008  ausgegangen bin.

Selbst bei der vorsichtigsten Schätzung von 3,7 %, würden das immerhin noch 25.900 Kuckuckskinder pro Jahr in Deutschland bedeuten.

An dieser Stelle einmal die Frage: Welche Zeitung veröffentlicht denn Zahlen, ohne der journalistischen Sorgfaltspflicht nachzukommen und diese Zahlen kurz auf Stimmigkeit zu überprüfen? Schon die 25.000 bis 40.000 können einen stutzig werden lassen, da das Doppelte von 25.000 definitiv 50.000 ist. Dafür bedarf es keines Mathegenies. Und das finde ich ausgerechnet bei Zeitungen wie Spiegel und Sueddeutsche Zeitung. Bei der Emma von Frau Alice Schwarzer kann ich mir das wenigstens mit deren radikalfeministischen Einstellung und den damit verbundenen politischen Bestrebungen erklären. Weil das so unglaublich klingt, dass auch seriöse Zeitungen diese Falschzahlen veröffentlichen, habe ich zu dem jeweiligen Artikel weiter verlinkt. Das glaubt einem ja sonst keiner!

Die richtigen Zahlen lesen sich da schon ganz anders.  Sie lassen erkennen, welche politische Brisanz in diesem Thema steckt. Denn jede aufgehobene Vaterschaft kostet bis der richtige Vater ermittelt wurde dem Vater Staat eine Menge Geld. Wer in der Politik möchte schon für so ein Fass ohne Boden im Bundeshaushalt verantwortlich sein und sich dazu auch noch den Zorn der noch sehr einflussreichen Lobby der Radikalfeministinnen auf sich ziehen?

Dazu kommt noch, dass viele Mütter den wahren Vater nicht angeben und weiterhin darauf beharren, dass der Scheinvater der Vater und alles – selbst sogar der Vaterschaftstest – nur Lug und Trug sei. Doch an die unbefleckte Empfängnis glaube ich, wenn überhaupt, nur bei der Jungfrau Maria und durch Pollenflug kommt kein Kind zustande. Jedenfalls nicht in meiner Welt. Den Zeugungsakt muss die Frau schon mitbekommen haben, weswegen auch viele sich zu einem meist heimlichen Schwangerschaftsabbruch entschließen. Zum Abort finden sie in dem Artikel „Schwangerschaftsabbruch – ein großer Teil davon potentielle Kuckuckskinder?“ interessante Informationen und über die Unterschiebungsgründe in „Handeln Kuckucksmütter kriminell?„.

Um die Kinder, die ihren echten Vater nicht kennen und um die Väter die emotional und finanziell völlig im Regen stehen gelassen werden, kümmert sich derzeit noch kein  Politiker von Rang. Im Gegenteil, viele Politiker leugnen auch noch deren Bedürfnisse, wie es z.B. die Antwort von Frau Corina Schramm vom   Bundesjustizministerium und die Stellungnahme von Herrn Dr. Max Stadler ebenfalls Bundesjustizministerium eindrucksvoll belegen.

Der Rest der Familie, die Halbgeschwister und Kuckucksgroßeltern, -tanten, -onkels etc. seien auch erwähnt, denn sie werden von diesem Betrug ebenfalls betroffen.

Vaterschaftstest, das Ende eines Geheimnisses

© by Nel (Ioan Cozacu) – http://www.nelcartoons.de

Folgende Artikel der Serie „Ein Tag – Ein Grund – Warum die Vaterschaft bereits bei Geburt geklärt werden muss“ dürften Sie interessieren:
Grund Nr. 1: Der Gleichheitsgrundsatz
Grund Nr. 2: Kriminalitätsprävention
Grund Nr. 3: Steuergelder sparen
Grund Nr. 4: Informationelle Selbstbestimmung für alle
Grund Nr. 5: Bestehende Familien wirklich schützen
Grund Nr. 6: Kinder haben das Recht auf Identität
Grund Nr. 7: Gesundheitsvorsorge

Grund Nr. 8: Inzest
Grund Nr. 9: Schutz vor AIDS
Grund Nr. 10: Respekt vor Vater und Kind

Advertisements

Über Max Kuckucksvater

Seit Anfang 2011 weiß ich nun, dass mein Sohn aus erster Ehe nicht mein leiblicher Sohn ist. Da ich weder im Netz, noch irgendwoanders Hilfe fand, gründete ich dieses Blog. Dieses Blog verbindet Kuckuckskinder und Kuckucksväter untereinander, stellt Hilfsthemen bereit. Zusätzlich klärt es die Öffentlichkeit über den stattfindenden Identitätsraub und Betrug auf, damit wir in Zukunft dieses Leid verhindern können. Der obligatorische Vaterschaftstest ab Geburt (OVAG) ist das einzige Mittel, welches das Kind sicher vor der Fälschung seiner Identität bewahren kann. Seither entstanden sehr viele Kontakte und Freundschaften zu Scheinvätern, Kuckuckskindern und anderen Betroffenen sowie Unterstützern. Der Austausch mit ihnen half mir dabei, meine Trauer zu verarbeiten. Und: Ja, ich lebe tatsächlich in Kolumbien. Inzwischen sind meine Frau und ich stolze Eltern einer Tochter. https://www.facebook.com/max.kuckucksvater
Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Diskussionen, Kuckuckskind, Vaterschaftstest abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Antworten zu Wieviele Kuckuckskinder werden jährlich in Deutschland geboren?

  1. Pingback: Sex-Auskunftspflicht und ihr Meister – Pressespiegel | kuckucksvater

  2. swm Hafke schreibt:

    Kuckuckskinder dürften rein Steuerlich gar nicht richtig erfast werden,
    und somit auch ein Leben lang, Steuerfreiheit genießen.
    Oder wie sieht das Steuerlich aus, wenn nicht ist das ja ähnlich wie zu Steinzeiten.

  3. Pingback: Sonntagsgespräch – Frauenwahl « jungsundmaedchen

  4. Pingback: Obligatorischer Vaterschaftstest ab Geburt? – Aus der Sicht eines Vaters, der sich seiner Vaterschaft sicher ist – von KasCady | kuckucksvater

  5. Pingback: Darf ich einen heimlichen Vaterschaftstest machen? – Recht & Gesetz – von Roland Hoheisel-Gruler | kuckucksvater

  6. Pingback: Kuckucksväter – Kuckuckskinder | elfstricheins

  7. Pingback: Das neue Gesellschaftsmodell der geschlechtlichen Liebe - Seite 36 - Satsang: Satsangforum.de

  8. bernard schreibt:

    Kleiner Fehler im Artikel, die unbefleckte Empfängnis hat nichts mit der Jungfräulichen Geburt zu tun (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Unbefleckte_Empf%C3%A4ngnis)

  9. Pingback: Ich bin ein Kuckuckskind! – Anatomie einer Kuckucksgeschichte | kuckucksvater

  10. Pingback: Meine Story: Ich bin ein Kuckuckskind – das erst mit 42 Jahren davon erfahren hat « luenzer

  11. immo lünzer schreibt:

    DANKE für dieses Nachrechnen.
    Als Kuckuckskind beschäftige ich mich schon länger mit diesem Thema und habe auch eine Gruppe ‚Kuckuckskinder – Kuckuckseltern‘ bei Facebook gegründet.
    Ich lese auch immer wieder von der Schätzung, dass es in Deutschland zehn Prozent Kuckuckskinder gibt, aber inzwischen konnt mir diese Zahl auch etwas zu hoch vor – aber letzlich ist das sehr schwer einzuschätzen, da ich auch bemerke, dass dieses Thema immer noch ein großes Tabuthema ist und sehr oft geschwiegen wird.
    Hoffen wir, dass die betroffenen Frauen (und wissenden Familienmitglieder) mehr Mut bekommen, nicht mehr zu schweigen!
    DANKE!

    • kuckucksvater schreibt:

      Ich bin davon überzeugt, dass die wenigsten wirklich mit diesen Zahlen gerechnet haben. Wie wenig sich unsere Gesellschaft sich darüber im klaren ist, wieviele Kinder tagtäglich untergeschoben werden, sieht man daran, dass nur wenige Väter diesen Verdacht entwickeln und stets alle bekunden, dass sie sich ihrer Vaterschaft so sicher sind.
      In jeder Schulklasse befinden sich ca. 1-4 Kuckuckskinder (bei einer Klassenstärke von 20 Schülern). Dem heimlichen Vaterschaftstest, welcher viel seltener vorkam wird da mehr Aufmerksamkeit geschenkt und letztlich werden nur die Frauen geschützt, die eben diese Lebenslüge ihren eigenen Kindern antun. Diese Kinder sollten geschützt werden, vor ihren eigenen Müttern.

      Hier noch der Link zur Gruppe von Herrn Lünzer bei Facebook http://www.facebook.com/group.php?gid=193638227250

  12. Gockeline schreibt:

    Passiert es einer Frau ,dass sie schwanger ist,kommt es zur Panik.
    Die Angst wie sie das meistern soll durchdringt sie und läßt sie zu Entscheidungen greifen, wie sie im normalen Falle nicht entscheiden würde.
    Jeder neue Mann ist ein Halt in der Brandung.
    Hat es geklappt, fängt die Verdrängung an.
    Sie spaltet einfach ab,dass es zuvor einen anderen Partner gab.
    Mit besten Vorsätze darf der neue Papa der richtige Papa sein.
    Daher dürfte die Dunkelziffer sehr hoch sein.
    „Wir leben in einer freien sexuellen Gesellschaft, wo man sich austoben darf!“
    Weiter denkt man nicht.
    Wer es nicht macht wird angegriffen,dass er nicht zeitgemäß sei.
    Viele wollen nicht mehr wissen, wer der richtige Papa ist.
    Daher verweigern sie alle Nachforschungen.
    Daher dürfte die Dunkelziffer sehr hoch sein.

Was ist Deine Meinung?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s