Ich werde meinen Weg bis zum Ende gehen – Meine Suche nach Identität und Wahrheit – Teil 8 – von Marta Pandora


Zeichnung von F.S. Church aus dem 19. Jhdt.

Die Büchse der Pandora – von F.S. Church

Ein paar Wochen herrschte Ruhe, dann wurde Max Kuckucksvater von der Frau meines möglichen Halbbruders angeschrieben. Sie schrieb nicht in ihrem Namen und auch nicht öffentlich. Nein, sie schrieb mit ihrem Fake-Profil bei FB, nachdem ich dort in unserer Gruppe Solidarität für Kuckuckskinder und -väter ein Gedicht gepostet hatte, und versuchte, mich schlecht zu machen. Dass ich davon erfahren würde, war ihr scheinbar nicht klar. Natürlich informierte mich Max, sind ja schließlich Blog-Kollegen und im regelmäßigem Austausch. Ein weiteres Mal wurde mein Sohn angeschrieben, dass mein möglicher Halbbruder sich mit ihm über mich unterhalten wolle, ich hätte ihn belogen und betrogen.

Dass bei uns Blut dicker als Wasser ist, hat er verkannt. Dass er in die Fußstapfen seines Erzeugers tritt und dieselben Machenschaften an den Tag legt, scheint ihm nicht bewusst zu sein. Dabei hatte er, der mögliche Halbbruder, sich stets negativ und abwertend über seine Ursprungsfamilie geäußert und angegeben, dass er deren Handlungen nicht verstehe. Ich habe daraus gelernt, dass ich vorher auch ohne sie leben konnte. Dies werde ich in Zukunft auch tun. Es gibt mich und es ist nicht möglich, mir mein Recht auf Kenntnis der Abstammung zu verbieten und es ist nicht möglich mir zu verbieten, gewisse Menschen als Halbgeschwister zu betiteln, wenn sie es denn sind. Meine Existenz ist wahrscheinlich die fleischgewordene Gewissheit, daß die Familie nicht die ist, die immer dargestellt wurde. Ich werde meinen Weg bis ans Ende gehen, werde sicherlich so manchen Kampf noch auf mich nehmen müssen.

Bis zum Urteil, wer mein Erzeuger ist, werde ich kämpfen, danach wird mich meine Geschichte mehr oder weniger begleiten. Doch dann werde ich mir sicher sein, ob dieser mögliche Vater mein Vater ist, oder eben nicht. Es gibt mich, meine Kinder und meinen Enkelsohn, ein möglicher Erzeuger ist möglicher Urgroßvater! Wegdenken oder gar Wegwünschen kann man uns nicht

Marta

Hier geht es zum Anfang der Geschichte: Die Standesbeamtin machte mich stutzig – Meine Suche nach Identität und Wahrheit – Teil 1 – von Marta Pandora

Über meine Kindheit berichte ich hier: Der Blick zurück – Meine gestohlene Kindheit – Teil 1 von Marta Pandora

 

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Über Marta Pandora

Geboren als: Ein Wechselbalg ist ein untergeschobener Säugling (veraltet „Balg“). Dies ist häufig ein negativ besetztes Synonym für ein Kuckuckskind beim Menschen Aufgewachsen in einer fremden Familie! Kämpft seit 1995 um die Anerkennung der Vaterschaft.
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3 Antworten zu Ich werde meinen Weg bis zum Ende gehen – Meine Suche nach Identität und Wahrheit – Teil 8 – von Marta Pandora

  1. Martina G. schreibt:

    …..ich bin erst einmal sprachlos, muss die ganze Geschichte erst einmal verdauen. Ich fühlte mich beim Lesen Deiner Geschichte in mein Leben und mein ähnliches Problem hineinversetzt. Auch ich bin ein Kuckuckskind und seit vielen Jahren auf der Suche nach meinem leiblichen Vater. Einmal dachte ich, dass ich ganz nah dran bin, dachte jetzt fehlen nur noch ein paar Puzzleteile und ich weiß wer ist, wie er ist, wo er ist und vor allem was ich von ihm habe (genetisch). Aber leider ist alles ganz anders gekommen. Dokumente waren plötzlich nicht mehr auffindbar, das DRK hat mich höflich darauf aufmerksam gemacht, die Suche nach meinem Vater einzustellen, meine Taufurkunde war eine Farce, denn es gab keinen Eintrag im Taufregister, weder mit meinem Geburtsnamen noch mit meinem Geburtsfatum. Die Verwandtschaft hat die ganzen Jahre über mit gelogen oder sich in Stillschweigen geübt. Inzwischen sind jene, die mir noch etwas hätten sagen können, verstorben, auch meine Mutter. Da kommen noch so viele andere Ungereimtheiten zusammen, es würde jetzt den Rahmen sprengen….
    Ich wollte Dir nur sagen, dass ich weiß wie es sich anfühlt nicht zu wissen woher man kommt, was man von der Familie väterlicherseits biologisch vererbt bekommen hat….und in meinem Fall wie, mein wirklicher Name lautet. Ich bin gerade dabei einige Dinge in meinem Leben aufzuarbeiten. Das Thema Vater ist eine sehr große Herausforderung für mich, die ich so gut ich kann immer wieder vor mir herschiebe. Auch ich habe Angst vor Ablehnung. Aber vielleicht lebt mein Vater ja gar nicht mehr. Ich habe früher viel darüber nachgedacht, ob ich durch meine Nachforschungen nicht evtl. ein intaktes Familienleben (seines) zerstören würde. Ich weiß nicht, ob es das wert ist, seine Familie kann schließlich nichts dafür.
    Ich danke Dir für diese ausführliche Schilderung Deiner Geschichte. Ich weiß, ich bin nicht allein.
    LG Martina

  2. Peter Ebersberger schreibt:

    Es ist unglaublich das versucht wird Martha bei ihrem Sohn schlecht zu machen . und dann noch das mit dem Fake-Profil …… echt krank !!
    Und überhaupt , jeder hat das Recht auf Kenntnis auf seine Abstammung

  3. charlotte schreibt:

    ich würd mal sagen der Wechsel wurde durch Geld ausgelöst… aber Gott sei dank lässt sich nicht alles mit Geld aus der Welt schaffen…aber wie man sieht lassen sich doch viele viele Menschen kaufen… Da hat sich jemand die Zuneigung seines Erzeuger zurück gekauft und du warst der Preis….Liebe Martha wenn jemand soo gar kein Rückgrad hat.. dann ist es besser auf diesen Kontakt zu verzichten.. Ich glaub diese Menschen vergessen alle ” das letzte Hemd hat keine Taschen” und auch Sie werden sich eines Tages mit der grausamen Wahrheit Ihrer Endlichkeit auseinander setzen müssen… Bleib stark lass dich nicht unterkriegen.. Geh deinen Weg.. umarm dich

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